Digitale Workshop-Karten

Hand aufs Herz - Kennst du diesen Klassiker?


Wie gelingt es, dass gute Ideen nach einem Workshop nicht verpuffen?


Der Workshop war gut. Die Energie war es auch. Die Gruppe hat sich geöffnet, zusammengearbeitet, Ideen entwickelt, sich ausgetauscht, Erkenntnisse gewonnen. Und es gab diese Momente, in denen etwas Klick gemacht hat.


“Welche Dinge nehmt ihr konkret mit?” hatte die sympathische Trainerin gefragt. Und Imme hat sich vorgenommen: Diese zwei Sachen, die setze ich um. Wirklich!

Und dann kommt Montag. Eine Kollegin fällt aus (Grippe) und Imme kommt ins Trudeln. Die unvorhergesehenen Vertretungsaufgaben haben es in sich. Dazu stapelweise E-Mails, Deadlines, Meetings. Der ganz normale Wahnsinn eben.

Und dann: das ganz normale Vergessen. Die fehlenden Erinnerungen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Schade um die guten Vorsätze, um die Energie, um die zarten Pflänzchen der Erkenntnis. Und wer ist schuld?
Falsche Frage, denn darum geht es gar nicht.

Es geht vielmehr um diese Fragen:

Wie geht es besser?

Wie gelingt es, dass Erkenntnisse länger halten?

Wie können wir uns besser an das erinnern, an das wir uns erinnern wollen?


Das eigentliche Thema heisst Transfer

Als Workshop-Host oder HR-Verantwortliche investierst du viel in gute Vorbereitung. Du gestaltest Inhalte, wählst Methoden und schaffst eine Atmosphäre, in der Reflexion und Verbindung entstehen.

Doch was geschieht dann? Warum greift die Nachbereitung oft nicht richtig?

Transfer ist eines der herausfordernden Themen in der Personal- und in der persönlichen Weiterentwicklung. Wir wissen, dass unser Gehirn Wiederholung und Anwendung braucht, um neue Muster zu verankern. Und dass zwischen "ich habe verstanden" und "ich handle anders" ein (oft stattlicher) Weg liegt.

Doch der Alltag kümmert sich nicht um unsere Pläne.
Und auch nicht jedes Transferformat erfreut sich praktischer Beliebtheit. Die drei K - Krampf, komplizierte Lernsysteme und KPI-Starrsinn - können gute Vorsätze schnell wieder ausbremsen.

Hier wandelt so mancher auf einem schmalen Grat. Trotz guter Absichten: Hausaufgaben verpuffen, wirken bleiern, es fehlt die Musse.

Aber keine Nachbereitung ist auch keine Lösung. Was also tun?

Oder anders gefragt: Wie geht es … mit mehr Leichtigkeit?

Was digitale Workshop-Karten leisten können

Eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Digitale Impulskarten, die die Workshop-Leitung nach dem Workshop an ihre Teilnehmenden ausgibt.

Kein Handout, kein Lernsystem, nix Kompliziertes, das niemand liest. Sondern ein Pendant zu einem physischen Kartendeck (das sich ebenfalls leicht und wirksam zeigt). Bei digitalen Workshop-Karten wird eine Datei oder ein Link geteilt - per Klick ist es dann möglich, eine (Zufalls-) Karte zu ziehen. Beim Umdrehen offenbaren sie Reflexionsfragen, Erinnerungen, Impulse oder Mini-Übungen – ganz zugeschnitten auf das Thema des Workshops.

Der Vorteil: Im Gegensatz zu dem Aufwand für das Herstellen von physischen Kartensets ist ein digitales Set schnell erstellt. Und es ist günstiger, da es mit beliebig vielen Teilnehmern teilbar ist. Ganz nach dem Motto “Die beste Kamera ist die, die man dabei hat” - gilt auch hier: Das beste Tool ist das, was genutzt wird. Und weil Karten-anklicken eben einfach ist und weil uns Spielerisches gefällt, steigt auch die praktische Nutzungswahrscheinlichkeit.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Teilnehmende öffnen einen Link, klicken auf eine Karte und erhalten einen zufälligen Impuls. Auch wenn eine Frage nicht sofort beantwortet wird, kann sie im Inneren weiterwirken oder später neue Gedanken anstossen. Reflexion muss also nicht pompös sein, um zu wirken. Sie muss nur stattfinden.

So kannst du Workshop-Karten einsetzen

Je nach Kultur, Geschmack und Gegebenheiten gibt es unterschiedliche Transfer-Möglichkeiten.

Nach dem Workshop als Follow-up
Du schickst das Kartenset (als Link oder Datei) nach dem Workshop in die Teilnehmerrunde, beispielsweise per Mail. Oder der Link wird im internen Messengerdienst geteilt. Idealerweise gibt es einen prominenten Platz mit Schnellzugriff - und ein paar leichtfüssige Erinnerungen zwischendurch. Das Team wird sanft daran erinnert, was es sich vorgenommen hat.

Im Teammeeting (Weekly/Daily)
Die Karten können als Check-In in Teammeetings dienen. Jemand zieht eine Karte - und das Meeting startet mit einem Austausch - ganz ohne Agenda, denn die Karten werden ja zufällig gewählt. Auch der Moderator braucht keinerlei Vorbereitung - die Fragen oder Impulse sind ja schon da.
Und schon sind die Workshop-Themen wieder lebendig.
Praktisch: Das digitale Karten-ziehen funktioniert auch mit Teams, die im Homeoffice arbeiten.

Mit einem Accountability Partner
Hier werden Tandems gebildet. Wer mag, schnappt sich einen Partner, mit dem er regelmässig bei einem Käffchen eine Frage zieht und so in ein Gespräch kommt. Die Workshop-Inhalte werden spielerisch wieder aufgenommen.

Als Begleitung über mehrere Wochen oder als Ergänzung zu bestehenden Transferaufgaben
Wer ohnehin mit Reflexionsaufgaben oder Lerntagebüchern arbeitet: die Karten eignen sich gut als niedrigschwellige Ergänzung.

Warum das Format funktioniert

In a Nutshell: Das Format funktioniert, weil es auf diese drei Konten einzahlt:

  • Selbstwirksamkeit

  • Intrinsische Motivation

  • Neugier


Aus Lern- und Veränderungsprozessen wissen wir: Wiederholung, kleine Einheiten, Spielfreude und Neugier helfen dabei, Wissen und neue Gedanken zu verankern. Und Selbstwirksamkeit ist ein Motivationsförderer.

Hier sei auch auf den gegenteiligen Effekt hingewiesen: Lehrerhaftes Abfragen (Coachsprech: im Sinne eines Eltern-Ich) führt oft zum gegenteiligen Trotzeffekt (Kind-Ich): Nö, jetzt erst recht nicht!

Gleichzeitig passieren im Hintergrund drei weitere Dinge:

Mehrwert: Der Workshop-Host hat etwas Konkretes, das er nach dem Workshop mitgeben kann - ein kreatives Element, das noch nicht abgenutzt ist.

Sichtbarkeit: Auf den Karten kann eine Signatur eingestellt werden - fürs Wir-Gefühl (Team Nord) - oder auch für die eigene Sichtbarkeit (Coaching Anna Erdbeer).

Verlängerte Wirkung, gleichzeitig zeitsparend: Der Host verlängert die Wirkung seines Workshops, ohne zusätzlich viel Zeit zu investieren. Die Karten sind schnell erstellt und können immer wieder eingesetzt oder ergänzt werden.

Wie du dein Kartenset bekommst

Du hast zwei Möglichkeiten.

Done for you
Du nennst das Thema, und dein Kartenset wird für dich erstellt. Je nach Paket erhältst du einen fertigen Link (oder eine Datei), der bereit zum Teilen ist. Ohne Technik, ohne Aufwand. Dabei kannst du eigene Texte mitliefern oder einen Vorschlag erhalten. Du hast auf jeden Fall Einfluss auf die Inhalte (wenn du magst). → Kartenset anfragen

Selbst erstellen mit dem Card-Builder
Du möchtest deine eigenen Karten gestalten? Dann ist der Card-Builder dein Freund. Du trägst deine Fragen und Impulse in das Tool ein und bekommst in wenigen Minuten ein fertiges Kartenset als Datei, das lokal sofort einsatzbereit ist. Das Kartenset kannst du auch online bereitstellen, zum Beispiel über Netlify oder als Einbettung auf einer Website.
Einmal kaufen, beliebig oft nutzen. Kein Abo. → Mehr zum Card-Builder


Auf gutes Gelingen für gute Inhalte, die es wert sind, nachhaltig kultiviert zu werden!

Du hast bereits Erfahrungen mit einem digitalen Set gesammelt? Oder du hast andere Methoden, die dich überzeugt haben (als Teilnehmer oder Workshop-Host)? Dann schreib mir gerne!